Der kostenlose Strom-Tarifrechner


Richtwerte:
Single 1800 kWh
2 Personen 2500 kWh
4 Personen 4000 kWh
6 Personen 5600 kWh

Privat Gewerbe
Ja Nein
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Stromversorger im Test

Gerade die großen Stromversorger sorgen für wenig Freude in Verbraucherforen: So hatte ein RWE-Kunde letztes Jahr eine geradezu groteske Auseinandersetzung mit einem Callcenter-Mitarbeiter. Der Kunde war in ein Haus gezogen, dessen Vorbesitzer verstorben war. Die RWE war nicht bereit, den Kunden mit Strom zu beliefern, bis nicht der erwähnte Vorbesitzer den alten Vertrag gekündigt hätte – in diesem Fall schwierig. Schließlich einigten sich der Callcenter-Mitarbeiter und der Kunde darauf, dass RWE über das Nachlassgericht die Erben anschreiben würde, damit diese den Vertrag formgerecht kündigten. Ein Einzelfall, möglicherweise, den man nicht unvorsichtig verallgemeinern sollte. Allerdings erhielt die RWE auch von der Stiftung Warentest für ihren Service nur das Qualitätsurteil „ausreichend“, ebenso wie der Großkonzern Eon. Eon erntete bei Neukunden ebenfalls viel Kritik in Verbraucherforen, auch hier werden Unfreundlichkeit und undurchsichtige Abrechnungen bemängelt.

Dagegen erhielt Yello-Strom immerhin die Note „befriedigend“. Yello-Strom allerdings hat sich nicht nur durch aggressive Mentalität in der Straßenwerbung inzwischen dauerhaft unbeliebt gemacht, sondern sich zudem auch den Vorteil, gerade für Single-Haushalte der günstigste Stromversorger zu sein, durch Preiserhöhungen verscherzt. Auch Yello-Strom muss daher mittlerweile einige Kündigungen von Privatkunden hinnehmen.

Preisvergleich: Stromversorger in Deutschland

Wie so viele Anbieter erhöhte auch Vattenfall seine Preise im Jahr 2012 seine Tarife um mehrere Prozente. Die öffentliche Wahrnehmung von Vattenfall hat zudem stark unter Störfällen in den Atomkraftwerken von Krümmel und Brunsbüttel gelitten, die von Vattenfall betrieben werden. Vattenfall ist zur Zeit das fünftgrößte Energieunternehmen Europas, und u.a. Nachfolger der HWE in Hamburg und der Bewag in Berlin. Im letzten Jahr allerdings verließen im Durchschnitt täglich 1000 Kunden das Unternehmen. Profilieren kann sich Vattenfall dagegen durch ein weitgefächertes Tarifangebot: der Tarif „Berlin Easy“ beispielsweise bietet Vorteile beim Online-Abschluss, der Tarif „Natur“ gewährleistet die Lieferung von Strom, der hauptsächlich aus erneuerbaren Quellen stammt.

Ökologischem Strom ist vom ethischen Gesichtspunkt aus selbstverständlich der Vorzug zu geben. Inzwischen ist er auch vom finanziellen Gesichtspunkt aus, selbst wenn man nicht allzu viel verdient, durchaus akzeptabel. Der erste und nach wie vor größte Stromversorger Lichtblick hat inzwischen Konkurrenz, die sich sehen lassen kann. Der Tarif „Primaklima“ von Eprimo beispielsweise unterbietet die Preise von Lichtblick, ebenso auch der bereits erwähnte Tarif „Natur“ von Vattenfall. Dafür kann Lichtblick in punkto Service eindeutig punkten: das Unternehmen erntet in Verbraucherforen viel Lob. Eprimo dagegen muss sich die Kritik gefallen lassen, dass das Unternehmen nicht in eigene Erzeugung von regenerativem Strom investiert, sondern den Strom schlicht bei skandinavischen Wasserkraftwerken aufkauft; darüber hinaus zeugen Verbraucherforen von regem Austausch über schlechten Service bis zu dem Punkt, dass Kunden in einen anderen Tarif umgebucht werden, ohne darüber auch nur eine Information vorweg zu erhalten.

Zuverlässige und aktuelle Informationen über die unterschiedlichen Stromversorger und ihre Tarife erhalten Sie stets bei der Online-Präsenz von Stiftung Warentest. Wer sich besonders für ökologische Energieerzeugung interessiert, kann sich unter der Online-Präsenz der Kampagne für erneuerbare Energien auf dem laufenden halten.