Der kostenlose Strom-Tarifrechner


Richtwerte:
Single 1800 kWh
2 Personen 2500 kWh
4 Personen 4000 kWh
6 Personen 5600 kWh

Privat Gewerbe
Ja Nein
Ja Nein



Strompreisentwicklung

In den letzten Jahren sind die Strompreise insgesamt deutlich gestiegen. Die Gründe dafür liegen zum einen in gestiegenen Preisen für die Rohstoffe sowie in Steuererhöhungen. Zum anderen aber können die Stromversorger selbst ihre Preise frei festlegen und es ist nicht mehr erforderlich, dass das Wirtschaftsministerium eine Erhöhung der Grundpreise genehmigt.

Die Strompreisentwicklung der letzten 12 Jahre zeigt, wie stark der Strompreis gestiegen ist.

Eigentlich sollte die Liberalisierung des Strommarktes von Vorteil für den Endverbraucher sein: seitdem kann jeder Kunde seinen Anbieter frei auswählen. Darüber hinaus wurde das sogenannte Sonderkündigungsrecht eingeführt, auf das sich der Endverbraucher unabhängig von der Restvertragslaufzeit berufen kann, wenn sein Anbieter die Preise erhöht. Allerdings wechselte unmittelbar nach der Liberalisierung des Strommarktes nur ein Bruchteil der Bundesbürger tatsächlich den Anbieter. Inzwischen ist der Wechsel durch vielfältige Angebote zum Vergleich im Internet deutlich unkomplizierter geworden: es genügt, die eigene Postleitzahl und den durchschnittlichen Jahresverbrauch einzugeben, und ein Stromrechner (kWh) zeigt die für Sie jeweils günstigsten Anbieter.

Vergleich: Strompreis-Gefälle in Deutschland

Zwei Punkte fallen bei der Strompreisentwicklung der letzten Jahre besonders auf: zum einen ein immer noch starkes Ost-West-Gefälle, zum anderen ein unterschiedliches Verhalten von Groß- und Kleinunternehmen, was Preiserhöhungen in den letzten Jahren betrifft.

So muss zum Beispiel eine Kleinfamilie in Jena für den günstigsten Tarif 25 % mehr im Jahr für Strom aufbringen als die gleiche Kleinfamilie in Nürnberg, 926 Euro gegenüber 733 Euro. Und dies ist kein Einzelbeispiel – insgesamt sind die Preise für Strom im Osten nach wie vor deutlich höher als im Westen. Ein Teil dieses Ost-West-Gefälles lässt sich noch immer durch die hohen Investitionen erklären, die für die Netze im Osten notwendig waren. Ob dies allerdings Unterschiede dieser Größenordnung rechtfertigt, sei dahingestellt. Das Bundeskartellamt hat eine Abteilung eingerichtet, die eigens für die Überprüfung der Energiepreise zuständig ist. Zur Kompetenz des Bundeskartellamtes gehört es dann auch, Unternehmen mit Bußgeldern zu belegen, die unangemessene Preise für die Energieversorgung verlangen. Die Bundesnetzagentur prüfte bislang nur die Netzentgelte.

Strompreisentwicklung der letzten Jahre

Einige Stromversorger erhöhten ihre Preise um bis zu 55 %, während andere nur um 16 % stiegen. Alleine zwischen 2011 und 2012 schwankte der Preisanstieg zwischen 2,58 % und 24 %. Dabei fällt die Tendenz auf, dass die größeren Konzerne wie EnBW, RWE oder Eon ihre Preise sehr viel stärker erhöhten als kleinere und regionale Unternehmen. EnBW, RWE oder auch die Pfalzwerke beispielsweise verzeichnen einen Preisanstieg um über ein Drittel in den vergangenen acht Jahren.

Nachdem jeweils zum Juli und Oktober letzten Jahres ungefähr 200 Anbieter ihre Preise um durchschnittliche sieben bis acht Prozent erhöht haben, sind zum Jahresbeginn die Preise erneut angestiegen. Während die Stromkonzerne dies mit höheren Rohstoffkosten und Steuern begründen, vermuten Verbraucherverbände vorwiegend Profitmaximierung als Grund. Jedem Endverbraucher wird dazu geraten, gründlich zu prüfen, ob er zu einem günstigeren Stromanbieter wechseln kann – nicht nur im eigenen Interesse, sondern auch, um den Wettbewerb der Anbieter unter einen gesunden Druck zu setzen.