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Strompreisvergleich

Dass die Strompreise stetig steigen, zeigt jeder Strompreisvergleich und ist inzwischen hinlänglich bekannt. Aber wie kommen diese Preise zustande? Wer „macht“ den Preis? Als unsichtbare Ware ist Energie schwer zu greifen, und die Handelszusammenhänge sind vielfältig.

Die größte europäische Energiebörse European Energy Exchange EEX hat ihren Sitz in Leipzig. Dort wird Strom ebenso wie Gas, Kohle und Emissionszertifikate von fast 200 Handelsteilnehmern aus 19 Ländern gehandelt. An dieser Börse wird der sogenannte „Phelix“ (Physical Electricity Index), der für Deutschland und den größten Teil Mitteleuropas gültige Referenzpreis für Strom, ausgehandelt.Allerdings werden nur ungefähr 15 % der Gesamtmenge an Strom, die in Deutschland verbraucht wird, an der Börse gehandelt. Der Löwenanteil des Stroms wird über direkte Lieferverträge gehandelt – für deren Konditionen allerdings ist der Referenzpreis der Leipziger Börse die Vorgabe.

Dabei wird bei Strompreiserhöhungen für die Endverbraucher gerne Bezug auf die Entwicklung des Referenzpreises an der Leipziger Börse genommen. Hier muss man aber unterscheiden zwischen den Tagespreisen, die tatsächlich stark schwanken – häufig um mehrere hundert Prozent – und dem langfristiger angelegten Terminpreismarkt. Denn dort sind die Durchschnittspreise pro Megawattstunden in den letzten Jahren nicht nur nicht gestiegen, sondern gefallen. An der Leipziger Börse ist also keinerlei Rechtfertigung für die immens gestiegenen Endverbraucherpreise zu finden, die näherer Betrachtung standhalten könnte. Bisweilen wird den großen Konzernen sogar eine versteckte Manipulation der Preise an der Leipziger Messe vorgeworfen. Diese Anschuldigung ist allerdings nicht nur mangels Beweisen unhaltbar, sondern zudem äußerst unwahrscheinlich, da die Entwicklung an der Leipziger Börse sich mit der an anderen europäischen Energiebörsen weitestgehend deckt.

Verbände fordern günstige Strompreise und Transparenz

Stromversorger, die ihre Kunden aus eigenen Kraftwerken mit Strom beliefern, könnten günstige Strompreise relativ unabhängig von der Leipziger Börse gestalten, da sie nur wenig oder gar keinen Strom von Fremderzeugern zukaufen müssen. Hier wird die Preisgestaltung in den Tarifen für die Endverbraucher dann noch ein Stück undurchsichtiger. Undurchsichtig bleiben die Kosten auch der Unternehmen, die ihren Strom nicht selbst erzeugen, da deren Kosten auch vom Zeitpunkt und damit vom unterschiedlichen jeweiligen Preis abhängen, zu dem sie den Strom erworben haben.

Insgesamt mangelt es daher bislang an Transparenz in der Preisgestaltung der Stromversorger, insbesondere was die stark gestiegenen Endverbraucherpreise betrifft. Daher fordern die Verbände der Verbraucherschützer verstärkt eine Offenlegung nicht nur der Einkaufspolitik der großen Energiekonzerne: der Großhandelspreis macht nur ungefähr ein Drittel des Endverbraucherpreises aus. Mehr Transparenz würde nicht nur dem Verbraucher mehr Vertrauen in die Versorger ermöglichen, sondern Instrumentalisierungen der angeblichen Zusammenhänge zwischen Strombörsenpreis und Endverbraucherpreis von verschiedenen Seiten vorbeugen können und damit Lieferanten und Erzeugern ebenso nützen wie dem Verbraucher. Einen ersten Schritt zur Transparenz des deutschen Strommarktes hat immerhin die Bundesnetzagentur machen können: Ein Leitfaden für Stromnetzbetreiber legt diesen nun die Veröffentlichung von Informationen zu Netzentgelten und Strukturdaten im Internet nahe. Eine weitere Möglichkeit für einen besseren Überblick über günstige Strompreise, bietet letztendlich auch der Strompreisvergleich mit einem Tarifrechner. Dieser ermittelt sekundenschnell, welche Anbieter die günstigsten Strompreise und Tarife in Ihrer Region anbieten.