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Geschichte des Stroms

Bereits in der Antike war die elektrostatische Aufladung von Bernstein bekannt. Bei den Römern versuchte man mit Traubensaft, Eisenstab und Kupfer erfolgreich, geringe Spannungen zu erzeugen. Das Wort Elektrizität taucht zum ersten Mal zu Beginn des 17. Jahrhunderts auf, als William Gilbert die Aufladung als „Electrica“ bezeichnet.

Die ersten Aufzeichnungen über die bewusste Erzeugung elektrischer Funken durch Reibung stammt von Gottfried Wilhelm von Leibniz, ein knappes Jahrhundert später wird der erste Kondensator konzipiert. Benjamin Franklin erfindet im Jahr 1752 den ersten Blitzableiter – in Versuchen mit einem elektrischen Drachen beweist er, dass es sich bei einem Blitz nur um eine größere Menge an Funken handelt. Allerdings sind bereits aus Ägypten vergoldete Masten an Tempeln bekannt, von denen man annimmt, dass sie eine ähnliche Funktion haben sollten.

Der französische Mathematiker und Physiker André-Marie Ampère beschäftigte sich intensiv mit Versuchen über den Zusammenhang von Magnetfeldern und Strom. Er stellte fest, dass sich eine Magnetnadel immer senkrecht zum stromdurchflossenen Leiter stellt. Als erster konstruierte er im Jahr 1820 ein Gerät, mit dem sich Strom quantitativ messen ließ: ein Galvanometer. Ampères Bemühungen um die Erforschung der Elektrizität wurden belohnt, indem man die Einheit der elektrischen Stromstärke nach ihm „Ampere“ benannte.

Wenige Jahre später erklärt der deutsche Physiker Georg Simon Ohm die Proportionalität zwischen elektrischem Strom und elektrischer Spannung in einem Leiter. Auch sein Name ging in die Terminologie der Physik ein: das Verhältnis zwischen Strom und Spannung bezeichnet man als Ohmsches Gesetz; ein Ohm ist die Maßeinheit des elektrischen Widerstandes, der die Konstante in diesem Verhältnis darstellt.

In den Jahren darauf war ein Brite am Zug: James Prescott Joule vermutete nicht nur als einer der ersten eine Äquivalenz von mechanischer Arbeit und Wärmeentwicklung, sondern entdeckte auch den Zusammenhang von Strom und Wärme. Die Erwärmung eines stromdurchflossenen Leiters wird daher als Joulesche Wärme bezeichnet. Joule fand im Jahr 1840 heraus, dass sich die Wärme proportional zu Stromstärke und Widerstand des Stromkreises entwickelt und berechnen lässt.

Danach ist die praktische Verwendung der Entdeckung Strom nicht mehr aufzuhalten: 1833 senden Carl Friedrich Gauß und Wilhelm Eduard Weber das erste Telegramm über eine Leitung, wenige Jahre später geht die erste reguläre Telegraphenlinie in Betrieb. Louis Joseph Deleuil gelingt es 1844, den Place de la Concorde in Paris erstmals elektrisch zu beleuchten.

Nun geht es darum, Strom regelrecht zu erzeugen: Werner von Siemens entwickelt Mitte des 19. Jahrhunderts den ersten Dynamo. Bis zu Edisons Glühbirne, Hertz’ elektromagnetischen Wellen, dem ersten Telefon und der Braunschen Röhre ist es noch ein langer Weg, den die Wissenschaftler Ende des 19. Jahrhunderts bzw. Anfang des 20. Jahrhunderts in Rekordzeit erarbeiten. 1948 schließlich wird der erste Transistor entwickelt: seine Erfinder, William B. Shockley, John Bardeen und Walter Brattain, werden dafür mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet.

Heute ist Strom aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Die moderne Wissenschaft steht vor neuen Herausforderungen: heute ist die Frage, wie wir trotz unseres Energieverbrauches Ressourcen schonen können.