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Dezentrale Stromerzeugung

Hausbesitzer und Eigentümergemeinschaften können über einen Stromanbieterwechsel hinaus auch selbst die Initiative ergreifen, indem sie Strom und Wärme dezentral erzeugen. Zwei Möglichkeiten bieten sich dazu an: Die Kraft-Wärme-Kopplung, kurz KWK genannt, und die Solarenergie.

Bei der KWK wird ein Blockheizkraftwerk im eigenen Keller installiert und funktioniert dort wie ein kleines Kraftwerk, das selbst Wärme und Strom für den Haushalt erzeugt. Dabei wird ein Stromgenerator von einem Motor angetrieben, dessen Wärme über einen so genannten Wärmetauscher in das Heizungs- und Warmwassersystem eingespeist wird. Sollte die Energie nicht reichen, kann man natürlich auch auf den normalen Heizkessel zurückgreifen. Natürlich brauchen die eigenen kleinen Kraftwerke auch Energie um sie zu betreiben – dies geschieht meistens noch durch Gas, doch in den letzten Jahren wird auch verstärkt auf regenerative Energie zurückgegriffen. Auf dem Land bietet sich Biogas an, das in der Landwirtschaft entsteht, ansonsten auch Rapsöl. Neben der eigenen Kostenersparnis ist ein hauseigenes Blockheizkraftwerk auch ein großartiger Beitrag zum allgemeinen Umweltschutz. In einem normalen Kraftwerk werden nur 30-40% der eingesetzten Primärenergie in Strom umgewandelt, während der Rest, also oft fast zwei Drittel, ungenutzt bleibt. Bei der Stromerzeugung durch KWK/BHKWs werden 30-35% der Energie direkt in Strom und 50-60% in Wärme umgewandelt, was einer Ausnutzung von 90% der gesamten Energie bedeutet.

Noch umweltfreundlicher ist die Nutzung der Sonnenenergie mittels Photovoltaikanlagen. Bei diesen werden einzelne Solarzellen, die das Sonnenlicht aufnehmen, zu Modulen zusammengebaut, die zwischen zwei Glasscheiben eingefügt werden. Im Durchschnitt haben sie eine Leistung von ca. 100 Watt pro Quadratmeter Fläche. Eine gute Anlage mit günstiger Sonnenausrichtung kann pro Jahr ca. 800-900 kWh Strom erzeugen, im Idealfall sogar 1.000 kWh.

Wer sich ernsthaft mit diesen Möglichkeiten der eigenen Energieerzeugung befassen will, findet natürlich im Internet zahlreiche Informationen. Außerdem gibt es auf dem Fachmarkt genug Printmedien, die sich mit diesen Themen befassen. Der Einsteiger kann sich z.B. mit der monatlich erscheinenden Zeitschrift „Öko-Test“ über umweltfreundliche Energiemethoden informieren.
Auch die monatliche Zeitschrift der Stiftung Warentest, einfach „test“ genannt, informiert regelmäßig über ihre Tests und die daraus resultierenden Erkenntnisse zu stromsparenden, umweltfreundlichen Haushalts- und Elektronikgeräten. Spezifischere Zeitschriften sind z.B. die vierteljährlich herausgegebene „Haus & Energie“, die sich mit Energiesparmöglichkeiten im Haushalt befasst und die beiden Zeitschriften „Photon“ und „Solarboulevard“, die sich gezielt mit der Solarenergie befassen.

Der Bund der Energieverbraucher bringt vierteljährlich die „Energiedepesche“ heraus und der Bundesverband der Windenergie komplett das Angebot mit der Zeitschrift „Neue Energie“, die sich nicht nur mit der Windenergie, sondern mit allen regenerativen Energien befasst.